Kerngeschäft Musik und Information
Schweizer Musikinformationszentrum miz.ch
Unter dem Titel Schweizer Musikinformationszentrum betreibt der Schweizer Musikrat eine Homepage mit umfangreichen Informationen und Links zum Schweizer Musikleben. Das Herzstück dieses Zentrums ist die Kursdatenbank, eine Datenbank für musikalische Fort- und Weiterbildungskurse, Workshops, Symposien und Lehrgänge. Veranstaltungen, welche auf www.miz.ch im Fenster „Kurse“ von den Kunden eingegeben werden, sind einerseits während der gesamten Ausschreibungsdauer in voller Ausführlichkeit im Internet abrufbar. Andererseits werden sie in verkürzter Form auch in allen gedruckten Kurskalendern publiziert, welche der Schweizer Musikzeitung drei Mal pro Jahr (Februar, Juni und Oktober) beiliegen. Insbesondere die Kombination von ausführlicher Internet- und knapper Printveröffentlichung scheinen die Kunden sehr zu schätzen.
International Music Council IMC
1949 hat die UNESCO den Internationalen Musikrat ins Leben gerufen und als einen „non-governmental advisory body on musical matters” definiert. Beim Internationalen Musikrat ging es von Beginn weg darum, die Entwicklung der Musik in allen Mitgliedsländern und Musikgruppen anzuregen und den Austausch von musikalischen Werken und Musikern zu erleichtern. Weiter sollte der IMC eine Anlaufstelle für alle Fragen betreffend der Musik in der Welt bilden. Diesem Netzwerk des Internationalen Musikrat hat sich der Schweizer Musikrat im Jahre seiner Gründung 1964 angeschlossen. Die Mitgliedschaft im IMC gibt ihm die Gelegenheit, die Entwicklung der Musik auf der ganzen Welt zu verfolgen und zwischen der UNESCO und den nationalen und internationalen Institutionen, die sich mit Fragen der musikschöpferischen Tätigkeit, des musikalischen Unterrichts und der Verbreitung der Musik befassen, steten Kontakt zu pflegen. In jüngster Zeit bildet die von der UNESCO verfolgte «Convention on cultural diversity» ein globales Projekt, das sich um die Verbreitung und Anerkennung der traditionellen Musik und der musikalischen Traditionen in allen Kulturen bemüht. Vor diesem Hintergrund wird offensichtlich, dass die Mitgliedschaft im Internationalen Musikrat für die Schweiz und das Schweizer Musikleben zentral ist. Auch wenn unser Land sich gerne etwas abschottet, kann nicht geleugnet werden, dass die Verbreitung und Pflege von Musik, der Austausch und die Durchlässigkeit von Musik vor der Schweizer Grenze keinen Halt macht. Es gibt immer wieder Themen, die einer internationalen Diskussion bedürfen. Gerade im musikalischen Bereich: Urheberrecht, Bewahrung von musikalischen Traditionen, Export von Musik oder europäische Kulturpolitik sind nur wenige Stichworte, die darauf hinweisen, wie wertvoll ein Austausch mit Partnern aus dem nahen und fernen Ausland sein kann. In der Vergangenheit waren die Beziehungen zwischen dem Schweizer und dem Internationalen Musikrat stets eng, haben doch Geschäftsführer/in und Vorstandsmitglieder des SMR an den regelmässig stattfindenden Plattformen (General Assembly, World Forum on Music) teilgenommen und damit einen Informationsfluss aufrecht erhalten, von dem beide Seiten profitiert haben (bsp. Musikpolitik, Musikinformationszentrum, Music World News, um nur wenige zu nennen). In Zukunft wünscht sich der Internationale Musikrat eine noch nähere Anbindung seiner Mitglieder. So sollen beispielsweise Patenschaften mit Musikräten aus ärmeren und ärmsten Ländern dafür sorgen, dass Wissen geteilt und Erfahrungen weitergegeben werden, denn je stärker das weltumspannende Netz der Musik ist, desto stärker ist die Musik in jedem einzelnen Land. In dieser Weise sind die Vorstellungen der Zusammenarbeit zwischen nationalen Musikräten und dem Internationalen Musikrat zu verstehen, welche von Beata Schanda, Vize-Präsidentin des Internationalen Musikrats, im folgenden PDF-Dokument skizziert sind. Genauso, wie auch der Schweizerische Fussballverband in der FIFA vertreten ist, soll der Schweizer Musikrat sein Engagement im Internationalen Musikrat aufrechterhalten. Der Nutzen ist für beide Seiten politisch bedeutsam und inhaltlich Wert vermehrend.
European Music Council EMC
Nach einigen Turbulenzen im Jahre 2003 (Insolvenz, Errichten einer eigener Rechtspersönlichkeit, neue Geschäftsführerin Ruth Jakobi, ad-interim Präsidium Beata Schanda) nimmt der Europäische Musikrat wieder musikpolitischen Kurs in Europa auf. Auch er ist Mitglied des Internationalen Musikrats und kümmert sich um sämtliche musikalischen Anliegen auf europäischer Ebene.
Mit der Durchführung des gesamteuropäischen, mehrmonatigen Tagungszyklus’ EFMET (European Forum for Music Education and Training), einem EU-Projekt zur Erforschung und Darstellung der unterschiedlichen Formen und Konzepte der Musiklehrer-Ausbildung in den Ländern Europas, setzte er einen ersten Schwerpunkt im Bereich der Musikerziehung.
Das Annual Meeting 2008 des Europäischen Musikrats findet vom 17. - 20. April 2008 in Brno statt. Thema: «Access to Music: New Perspectives in Distribution, Education and Politics.» Infos stehen auf der Homepage des Europäischen Musikrats zum Download bereit.
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