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Der Schweizer Musikrat
   
     
 

Kerngeschäft Musik und Bildung

jugend+musik

Die schweizerische Organisation jugend+musik (j+m) – vom Schweizer Musikrat initiiert – setzt sich zum Ziel, die musikalische Betätigung der Jugend in der Breite und Spitze zu fördern. Dafür will sie Projekte unterstützen, die das gemeinsame Musizieren in verschiedensten Stilrichtungen (Jazz, Rock, Klassik) fördern. Selber aktiv werden will der Verein beim Koordinieren und Optimieren bereits bestehender Jugendmusikaktivitäten, beim Austausch von Ensembles zwischen den Regionen und bei der Begegnung mit ausländischen Jugendlichen.

jugend+musik befindet sich auf Kurs zu einer vom Bund anerkannten Institution. Dank des zukünftigen Kulturförderungsgesetzes (KFG) erhofft sich der vom SMR ins Leben gerufene Verein Bundesgelder, mit denen, ähnlich wie bei Jugend + Sport, unter Einbezug der bestehenden Organisationen das regelmässige aktive Musizieren von Kindern und Jugendlichen im ausserschulischen Bereich gesamtschweizerisch gefördert wird.

Im Laufe des Jahres 2006 hat der Vorstand von jugend+musik die in der musikalischen Jugendarbeit tätigen Verbände zu zwei Klausurtagungen eingeladen. Ziel dieser Tagungen war es, die Strukturen des Vereins jugend+musik zu stärken. Die jugendmusikalischen Anliegen sollten in der Bildungs- und Kulturpolitik des Bundes ein grösseres Gewicht bekommen. Das kann man nur erreichen, wenn alle in der Jugendmusik tätigen Institutionen mit einer Stimme sprechen. Die Teilnehmer an den Klausurtagungen haben der Bildung eines Dachverbandes für alle die Anliegen der musikalischen Bildung und Betätigung der Kinder und Jugendlichen ausgesprochen.
>> Ergebnisse der Klausurtagungen 

Neuausrichtung von jugend+musik
Im Anschluss an die Klausuren hat der Vorstand eine Statutenrevision in Angriff genommen und den Entwurf der neuen Statuten mit Vertretern folgender Verbände und Institutionen besprochen: VMS, SMPV, SJMV, SJMW, Schweizer Jugendchor. Die Statuten sehen vor, dass die in der Jugendarbeit tätigen Verbände und Institutionen Trägermitglieder des Dachverbandes sind. Das führt auch zu einem verstärkten personellen und finanziellen Engagement dieser Institutionen im neuen Dachverband jugend+musik. Der Vorstand von jugend+musik ist sich bewusst, dass die Vision eines schlagkräftigen Dachverbandes nur dann eine Chance hat, wenn sich möglichst viele Verbände und Institutionen dahinter stellen. Zu Beginn des kommenden Jahres wurde deshalb mit den Verbandspräsidenten über diese Neuausrichtung von jugend+musik und das Engagement der einzelnen Verbände im neuen Dachverband gesprochen. Diese Besprechung fand mitte Januar 2007 im Musikzimmer der SUISA statt.
>> Ergebnisse dieser Aussprache

Der Entwurf der Statuten sind erhältlich bei der Geschäftsstelle von jugend+musik, Franziska Weber, Hardturmstr. 261, 8004 Zürich.

Siehe auch www.jugendundmusik.ch

Koordination Musikerziehung Schweiz (KMS)

Diese Aufgabe wurde von der ständigen Kommission «Koordination Musikerziehung Schweiz KMS» wahrgenommen. Ihre Anliegen waren:

  • Die Auswirkung der neuen Maturitätsverordnung auf die Lehrerinnen- und Lehrerausbildung.
  • Die musikalische Ausbildung der Lehrkräfte für die Grund- und Primarschule in der tertiären Lehrerausbildung.
  • Die Zusammenarbeit unter den verschiedenen musikpädagogischen Verbänden.

In der KMS waren die Verbände Eidgenössischer Jodlerverband, Schweizerische Arbeitsgemeinschaft Jugendmusik Musikerziehung, Schweizer Blasmusikverband, Schweizerische Chorvereinigung, Schweizer Konferenz Schulmusik, Schweizerischer Musikpädagogischer Verband, Verband Musikschulen Schweiz und die Kirchenmusikverbände vertreten. Sie wurde vom SMR-Vorstandsmitglied Josef Scheidegger geleitet.

 

Der Vorstand des Schweizer Musikrats hat im Jahr 2006 beschlossen, die KMS, eine von Ernst Waldemar Weber und dem Schweizer Musikrat ins Leben gerufene ständige Kommission aufzulösen. Die Aufgaben der KMS (Plattform für Orientierung, Anregung und Aussprache) werden in Zukunft vom Verein jugend+musik wahrgenommen. Der Verein jugend+musik soll zum Dachverband aller mit der musikalischen Bildung und Betätigung der Kinder und Jugendlichen werden (cf. oben)

 

Bericht zur "Musikalischen Bildung in der Schweiz"

In der Bundesverfassung (BV), die am 1. Januar 2000 in Kraft trat, hat die Kulturförderung des Bundes mit Artikel 69 BV eine Verfassungsgrundlage erhalten:

 

  1. Für den Bereich der Kultur sind die Kantone zuständig.
  2. Der Bund kann kulturelle Bestrebungen von gesamtschweizerischem Interesse unterstützen sowie Kunst und Musik, insbesondere im Bereich der Ausbildung, fördern.
  3. Er nimmt bei der Erfüllung seiner Aufgaben Rücksicht auf die kulturelle und sprachliche Vielfalt des Landes.

 

Während der parlamentarischen Diskussion um die neue BV wurden verschiedene Postulate und Motionen zur Musikförderung eingereicht, u.a. ein Postulat von NR Remo Gysin: „Der Bundesrat wird gebeten, einen Bericht über die Musikförderung durch den Bund vorzulegen. Darin soll er insbesondere aufzeigen, wie er Artikel 69 der neuen BV umzusetzen gedenkt“.

 

Über die Umsetzung in ein Kulturförderungsgesetz gibt Seite 5 Auskunft. Im Auftrag des Bundesamtes für Kultur BAK wurden auf Initiative des SMR im April. 2003 verschiedene Expertinnen und Experten zusammengerufen, um einen Bericht – im Sinne des Postulates R. Gysin - zur Umsetzung von Artikel BV 69 zu verfassen, mit dem Ziel: Die Vorstösse der ParlamentarierInnen zu beantworten und die beiden Ebenen „Art. 69 BV – Parlamentarische Vorstösse“ miteinander zu verbinden. Im Bereich der musikalischen Ausbildung (schulisch wie ausserschulisch) sollte ein Überblick gegeben, vor allem aber Felder oder Lücken aufgezeigt werden, die durch die Kantone und/oder Gemeinden bis dato nicht abgedeckt werden.

 

SMR-Vorstandsmitglied Silvia Delorenzi-Schenkel arbeitete einen Bericht zu "Ausserschulische, organisierte und unorganisierte Bereiche mit Schwerpunkt Volksmusik" aus, SMR-Vorstandsmitglied Regina Senften äusserte sich zum "Verein jugend+musik" und die SMR-Geschäftsführerin, Ursula Bally-Fahr, startete eine Umfrage bei den Institutionen und Vereine, die in der musikalischen Ausbildung und/oder Förderung– schulisch wie ausserschulisch – gesamtschweizerisch tätig sind. Die Betonung lag auf gesamtschweizerisch.

 

Die Arbeit wurde im Sommer 2003 aufgenommen und Ende April 2004 lag ein 250 Seiten starker Bericht vor, von 20 Experten/Expertinnen verfasst. Der Bericht wurde auf einen für die Bundesparlamentarier leserfreundlichen Haupttext gekürzt und ins französische übersetzt. Ein Massnahmenkatalog ist in Vorbereitung.

International Society for Music Education ISME

SMR-Vorstandsmitglied Josef Scheidegger vertritt die Interessen des Schweizer Musikrats in der International Society for Musik Education. Mehr>>