>> MIZ.ch
>> MIZ.ch
>> MIZ.ch
Deutschfrançais
>> MIZ.ch
   
     
 

Charta zur Förderung von Schweizer Musik in den Medien

Das Thema wurde an der SMR-DV 2003 in Einsiedeln in Anwesenheit des SRG-Direktors Walter Rüegg ausführlich diskutiert. Der Vorschlag von W. Rüegg, den Dialog aufzunehmen und eine Charta (Konvention) auszuarbeiten, wurde gut geheissen. Die anwesenden Mitglieder beschlossen einstimmig, die Federführung für dieses Geschäft dem Verein (Arbeitsgruppe) „idée suisse – wir wollen taten hören“ zu übergeben. Darauf nahm das SMR-Vorstandsmitglied Silvia Delorenzi-Schenkel Einsitz in dieser Arbeitsgruppe unter der Leitung von Bruno Marty. In der Gruppe wurden die Bemühungen, über die Politiker eine Quotenregelung im Gesetz durchzubringen, erst fallen gelassen, als die Kommission den Antrag knapp abgelehnt und sich die SP und FDP klar dagegen ausgesprochen hatten. Gleichzeitig nahmen Bruno Marty (action swiss music), Cla F. Nett (SIG) und Philipp Schnyder (MGB M4Music) die Verhandlungen für eine Charta mit Marc Savary auf.

Am 23. September erhielt die Gruppe einen ersten Entwurf. Von diesem Moment an konzentrierte man sich in der Arbeitsgruppe immer mehr auf die Ausarbeitung einer Charta, die den Anliegen der Musikschaffenden gerecht würde. Es sei dabei auch betont, dass der Präsident des Vereins und Leiter der Gruppe, Bruno Marty, die meisten Verhandlungen führte und in lobenswerter Weise auch den Grossteil der Arbeit geleistet hat. Bis Ende 2003 wurden in mehreren Sitzungen verschiedene Entwürfe diskutiert und überarbeitet bis man eine Form fand, die beide Seiten befriedigte. Am 9.1.2004 fand dann die Sitzung des Probe-Dialogorgans bestehend aus 5 Vertretern jeder Partei statt. Das Resultat dieses auf beiden Seiten in gutem Einvernehmen gelaufenen Dialogs war der von Marc Savary und Bruno Marty gemeinsam überarbeitete definitive Charta-Entwurf vom 12.1.2004. Dieser Entwurf wurde jedoch von den Radiodirektoren nicht akzeptiert. Sie entfernten daraus alle für uns Musikschaffende wichtigen Sätze, die Zahlen oder Messungen enthielten und insbesondere den gesamten Anhang mit den Richtwerten. Diese Fassung wurde dem SMR-Präsidenten Alois Koch zur Unterschrift unterbreitet, doch der SMR konnte und durfte aufgrund des Entscheids der DV 2003 darauf nicht eingehen, sondern musste sich auf die vom Probe-Dialogorgan ausgearbeitete Charta-Fassung berufen.

Nachdem diese Haltung des SMR den Radiodirektoren signalisiert wurde, arbeiteten Marc Savary und Bruno Marty im Einverständnis beider Parteien eine Kompromiss-Lösung aus, welche das Einverständnis beider Parteien fand, und am 27. Februar 2004 wurde diese Charta seitens der SRG SSR idée suisse vom Generaldirektor, Armin Walpen, und vom Präsidenten der Radiodirektorenkonferenz, Walter Rüegg, von seiten der Musikschaffenden in Vertretung für den SMR von Silvia Delorenzi-Schenkel und für die weiteren in der Arbeitsgruppe vertretenen Organisationen und Vereine von Bruno Marty und Alec von Tavel unterzeichnet. Am 14. Mai 2004 kam das Dialogorgan im Rahmen des Musiksymposiums in Fürigen zu einer ersten Sitzung zusammen, bei der vor allem noch die Richtgrössen für die CH-Musik im Anhang festgelegt wurden.

Diese Charta wurde anschliessend seitens der SRG von Armin Walpen und Walter Rüegg, seitens der Schweizer Musikschaffenden von Bruno Marty (action swiss music), Alec von Tavel (ASMP), Marco Zanotta (IFPI Schweiz), Hanspeter Seiler (IG Volkskultur Schweiz & Liechtenstein), Karl Knobloch (SIG), Urs Röllin (SMS), Hans Peter Völkle (SMV), Ulrich Gasser (STV), Alfred Meyer (SUISA), Willy Viteka (SVMV) und Alois Koch (SMR) unterzeichnet. Auf Wunsch der SRG wird der Verein „idée suisse – wir wollen taten hören“ umbenannt (evtl. in IG Charta und Medien) und umstrukturiert, die Personalbesetzung der Arbeitsgruppe wird jedoch beibehalten. Auch das Dialogorgan bleibt vorläufig in dieser Besetzung und wird sich 1-2 Mal jährlich treffen. Die verantwortlichen Personen sind für die Musikschaffenden Bruno Marty, für die SRG SSR Marc Savary.