Musikinformation
Schweizer Musikinformationszentrum miz.ch
Unter dem Titel Schweizer Musikinformationszentrum betreibt der Schweizer Musikrat eine Homepage mit umfangreichen Informationen und Links zum Schweizer Musikleben. Das Herzstück dieses Zentrums ist die Kursdatenbank, eine Datenbank für musikalische Fort- und Weiterbildungskurse, Workshops, Symposien und Lehrgänge. Veranstaltungen, welche auf www.miz.ch im Fenster „Kurse“ von den Kunden eingegeben werden, sind einerseits während der gesamten Ausschreibungsdauer in voller Ausführlichkeit im Internet abrufbar. Andererseits werden sie in verkürzter Form auch in allen gedruckten Kurskalendern publiziert, welche der Schweizer Musikzeitung drei Mal pro Jahr (Februar, Juni und Oktober) beiliegen. Insbesondere die Kombination von ausführlicher Internet- und knapper Printveröffentlichung scheinen die Kunden sehr zu schätzen.
Im vergangenen Jahr wurden über 350 ein- und mehrtägige Kurse in der Datenbank des Schweizer Musikinformationszentrums ausgeschrieben, über 640 Veranstalter aus allen drei Sprachregionen der Schweiz haben bisher in der Kursdatenbank inseriert. Die Kursdatenbank trägt sich nach wie vor nicht selbst. Die Arbeit des Administrators wird durch die Einnahmen aus den Eintragungen und vom Schweizer Musikrat finanziert. Der SMR betrachtet die Kursdatenbank als Dienstleistung für seine Mitglieder.
In Zusammenarbeit mit der SUISA Fondation pour la musique ist die Schweiz auch im internationalen Netzwerk der IAMIC (International Association of Music Information Centres) vertreten. Regina Senften nahm als Administratorin des Schweizer Musikinformationszentrums an der Jahresversammlung der IAMIC in Rom teil und stellte in einem kurzen Vortrag die schweizerische Kursdatenbank vor. Das Schweizer Musikinformationszentrum und seine Informationen sind dank der Kontakte zur IAMIC ebenfalls im European Music Navigator (www.musicnavigator.org) verzeichnet.
Die Schweiz war durch SMR-Vorstandsmitglied Regina Senften an einer Tagung des IAMIC-Mitglieds Norwegen (normic) zum Thema „Music beyond Politics, Market, and Media“ vertreten. Sie informierte die nordländischen Kollegen über die parlamentarische Gruppe Musik und berichtete über die aktuellen Bestrebungen zur Förderung schweizerischer Musik im Radio. Sie erfuhr im Gegenzug an der Tagung, auf welche Weise das Land Norwegen sich der Förderung einheimischen Musikschaffens angenommen hat: Yngve Slettholm, State Secretary des Minister of Church and Culture berichtete darüber, wie zwei norwegische Radiostationen zu einer Quote für einheimische Musik in der Höhe von 35% kamen. Bei der Vergabe von neuen Konzessionen verlangte das zuständige Ministerium von den sich bewerbenden Radiosendern eine fixe Quote für das Senden norwegischer Musik. Kanal 24 und P4 sicherten von sich aus einen 35%-Anteil an inländischer Musik zu, was dazu führte, dass den beiden vor allem auf Rock, Pop, Folk ausgerichteten Sendern die landesweite Konzession erteilt wurde. Die beiden Radiostationen senden heute anscheinend mit Erfolg, weshalb man im norwegischen Kommunikationsministerium darüber nachdenkt, auch die staatlichen Radiostationen in die Pflicht zu nehmen. Ob mit Quoten oder anderen Methoden ist noch offen.
swissmusic.net
Unter der Federführung von Pio Pellizzari, Direktor der Landesphonothek, wurde eine Steuergruppe (Thomas Gartmann, Pro Helvetia; Ueli Gasser, STV; Regina Senften, SMR) eingesetzt, welche die Umsetzung und Finanzierungsmöglichkeiten des gesamtschweizerischen Informationsnetzes prüfen soll. Hauptrubriken wie Organisationen, Aus- und Weiterbildung, Komponisten, Interpreten, Veranstaltungen, Publikationen, Musikwirtschaft, Medien und Links sollen in diverse Unterrubriken gegliedert einen anschaulichen, umfassenden Zugang zum Schweizer Musikleben und Musikschaffen gewährleisten. Die vorgesehene Adresse lautete anfänglich musinet.ch, wurde jedoch an der Informationsveranstaltung musinet.ch vom 14. Januar 2004 zugunsten von swissmusic.net zur Seite gelegt. Zurzeit laufen Abklärungen, in wessen Hände die Betreuung dieses Informations-Portal gelegt werden soll. |