Musikausbildung auf der Tertiärstufe - Die Zukunft der schweizerischen Musikhochschulen
Bericht vom 3. Treffen der Parlamentarischen Gruppe Musik, 17. März 2005 im Foyer des Parlementaires in Bern
- Internationaler Austausch und internationale Konkurrenz
- Die Konsequenzen der Umsetzung der Deklaration von Bologna
- Die Bedeutung der Bundeskompetenz für die Musikausbildung
- Der Begriff Kunsthochschule
- Die pädagogische Vermittlung als zentrales Anliegen
Unter diesen fünf Aspekten stellten Philippe Dinkel, directeur du Conservatoire de musique de Genève, und Daniel Fueter, Direktor der Hochschule für Musik und Theater Zürich, in französisch-deutschem Duett die Zukunftsperspektiven der Musikhochschulen in der Schweiz vor. Die Ansprache kann unter an dieser Stelle in deutsch und französisch heruntergeladen werden.
Die Musikhochschulen sind Teil der Musiklandschaft Schweiz Der Studienplatz Schweiz ist als ein Ganzes zu betrachten Internationaler Austausch und internationale Konkurrenz sind prägend Der Bolognaprozess befördert Individualisierung und Durchlässigkeit Die Musikhochschulen gestalten den Bolognaprozess gemeinsam Die Bachelorausbildungen werden ab Studienjahr 2005/2006 angeboten Der Bachelorabschluss garantiert Mobilität und „employability“ Berufsqualifizierend im engeren Sinn ist der Bachelor Elementare Musikpädagogik / Musik- und Bewegungspädagogik Die Musikhochschulen begrüssen die Überführung in Bundeskompetenz Die Kunsthochschulen der Schweiz arbeiten zusammen Der Begriff „Kunsthochschulen“ soll gesetzlich etabliert werden Die Öffnung der Musikhochschulen soll weiter gefördert werden |
Weitere Informationen finden sich auf der Informationsplattform der Konferenz Musikhochschulen Schweiz.
Frau Dr. Ursula Renold, stellvertretende Direktorin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie, als Gast anwesend, konnte die Argumentation der Vertreter der Konferenz der Musikhochschulen Schweiz verstehen, auch deren Doppelstrategie Fachhochschule/Kunsthochschule. Die Überführung der Bereiche Kunst Soziales und Gesundheit KSG von der Kantonskompetenz in die Bundeskompetenz hat sie veranlasst, deren Inhalte zu überprüfen. Es gibt Begabungen verschiedenster Art. Was muss das BBT denken, um die Begabungen zu fördern? Z.B. gibt es eine Berufslehre für Sportbegabte – könnte für die Musik etwas Ähnliches aufgebaut werden? Was kann das BBT unternehmen, damit junge Menschen Zugang zur Musik bekommen? Sind die bestehenden Gefässe o.k.? Sie ist für diese Fragen auf das Wissen und die Erfahrung der Fachleute angewiesen und sucht nach Persönlichkeiten, die in Zusammenarbeit mit dem BBT neue Möglichkeiten für den Sek II Bereich ausarbeiten. Sie findet offene Ohren bei den Vertretern der KMHS und beim Präsidenten des Verbandes Musikschulen Schweiz, Hans Brupbacher. Der Dialog ist initiiert und wird fortgeführt. Auf Anregung von Frau S. Leutenegger Oberholzer soll die Organisation der Arbeitswelt miteinbezogen werden. Der Kontakt zu Economie suisse als gutes Beispiel sollte aufgenommen werden.
Dr. David Streiff, Direktor des Bundesamtes für Kultur, kündigte an, dass das Kulturförderungsgesetz wie auch das revidierte Pro Helvetia Gesetz, zusammen mit dem Bericht "Musikalische Bildung in der Schweiz", im Mai der Öffentlichkeit vorgestellt wird. Die anwesenden Mitglieder der PGM geben dem Direktor des BAK die Bitte mit, die Vernehmlassungsfrist bis deutlich über die Sommerferienzeit auszudehnen. Das KFG wird zum Thema des 4. Treffens der PGM erklärt, das am Donnerstag, 16. Juni 2005, zwischen 13.00 und 15.00 Uhr im Foyer des Parlementaires in Bern stattfindet.
Zu Fragen Anlass gibt auch ein altes Desideratum der Musikszene: Zahlen zur Wertschöpfung des Musiklebens. Diese liegen nicht vor, könnten jedoch bei jeglicher Art von Argumentation hilfreich sein. Frau NR S. Leutenegger Oberholzer wird sich mit Frau U. Renold diesbezüglich in Verbindung setzen, da im BBT ein Forschungsprojekt läuft, bei dem unter Umständen ein solches Anliegen eingebaut werden könnte.
Votum des Tages von Daniel Fueter: "Musikhochschulen sind Schulen und Produktionsstätten. Aber eine Bildungsrendite gibt es noch nicht."
Das Duo Calva, Alain Schudel und Daniel Schaerer, Celli, bewegt die Runde musikalisch mit einer klassischen und witzigen Darbietung.

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