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Schweizer Musikinsel Rheinau: ein Schweizer Musikzentrum

Thomas Held wird Projektleiter von "Rheinau"

Thomas Held, langjähriger Direktor des Think Tanks "Avenir Suisse", ist im Frühling 2010 vom Stiftungsrat der Stiftung Musikinsel Rheinau zum Gesamtprojektleiter ab Herbst 2010 ernannt worden. Thomas Held hatte eine ähnliche Funktion schon beim Bau des KKL in Luzern inne, so dass er seine Erfahrungen hier voll weitergeben kann - sicher ein Glücksfall für den Aufbau der Schweizer Musikinsel!



Vorstellung von "Rheinau" anlässlich der Medienkonferenz vom 22. Juni 2009

Was sich viele Musikverbände schon längst erträumt haben, wird Realität: Ab 2013 soll ein nationales Musikzentrum auf der Klosterinsel Rheinau in Betrieb genommen werden.

Die Idee, auf der Klosterinsel Rheinau im Kanton Zürich ein nationales Musikzentrum zu etablieren, ist nicht neu. Seit die Psychiatrie vor neun Jahren die Klostergebäude verlassen hat, sucht der Kanton Zürich nach Lösungen für eine multifunktionale Neunutzung des Areals. Im Mai 2007 übergab der Regierungsrat des Kantons Zürich das Projekt der Baudirektion, die auf Grund einer Studie zum Schluss kam, dass die Insel vor allem für Nutzer aus dem Bildungs- und Musikbereich interessant sei. Bereits im Spätsommer 2007 hatte Dominik Lauchenauer, Mitglied des Direktionsrates von "Jeunesses Musicales Schweiz", das Projekt eines Musikzentrums in den Räumlichkeiten des Klosters Rheinau vorgeschlagen.

Erst im zweiten Anlauf hat er nun in der Stiftung "Schweizer Musikinsel Rheinau" eine Trägerschaft gefunden, die in der Lage ist, mit einem Stiftungskapital von 20 Millionen Franken den Betrieb des Musikzentrums ab 2013 über mindestens 13 Jahre zu garantieren. Stifter und Stiftungsratspräsident ist alt Bundesrat Dr. Christoph Blocher. Wie die Stiftung mitteilt, will sie das musikalische Schaffen von Jugendlichen wie auch Erwachsenen sowie die Entwicklung musikalischer und künstlerischer Fähigkeiten fördern und dazu eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung stellen.

 

Einen Traum verwirklichen

Beispiele dafür, wie die Musikverbände aller Sparten in Zukunft dieses Zentrum nutzen könnten, skizzierte Andreas Wegelin, Vizepräsident des Schweizer Musikrates, an der Medienkonferenz vom 22. Juni. Seien es Musiklager, Musikwettbewerbe, Probewochen, Konzerte oder auch Tonträgerproduktionen: Vieles ist denkbar und möglich. Es liegt bei den Verbänden und Institutionen, ihren "Traum von einem schweizerischen Kompetenzzentrum Musik" zu verwirklichen, indem sie aktiv ihre Ideen in die weitere Planung einbringen. Wegelin dazu: Der Schweizer Musikrat als Dachverband der Musikverbände und -Institutionen ist bereits mit einer Reihe von Mitgliedsverbänden in Kontakt und koordiniert deren Vorstellungen und Bedürfnisse für das neue nationale Musikzentrum. Alle Mitgliedsverbände des Schweizer Musikrates, aber auch neue Partner und Interessierte sind aufgerufen, jetzt ihre Wünsche und Ideen für die Schweizer Musikinsel dem Generalsekretär SMR, Kurt Hess, mitzuteilen auf office@musikrat.ch

 

Die Schweizer Musikinsel Rheinau verfügt wochentags über ein Angebot von 40 Betten, welches am Wochenende auf 130 Betten erhöht wird. Dazu werden 14 Probenräume zur Verfügung stehen, davon ein grosser Konzertsaal und ein Chorprobensaal. Somit können Ensembles auch parallel proben, was aus dem früheren Kloster wieder eine attraktive Begegnungsstätte macht.

Weitere Informationen: www.rheinau.ch (News)

Quelle: Schweizer Musikzeitung 07/2009